Semiotische Methodenlehre für Natur und Kultur
摘要
Laut der Biosemiotik lassen sich Lebensphänomene nicht nach dem Kausalprinzip, sondern mittels Zeichen adäquat erklären. Dabei wird die Art der Zeichengestaltung in unterschiedliche Kategorien wie Phyto- und Zoosemiotik unterteilt. Hier stellt sich die Frage, inwiefern sich diese umfassende Semiotik des Lebens systematisch beschreiben und philosophisch begründen lässt. Der Artikel untersucht einerseits die Umwelt-Theorie von J. v. Uexküll, die sowohl die Kernidee als auch die Vielfalt der Biosemiotik präliminiert. Andererseits wird Cassirers Symbolphilosophie angesichts des dynamischen Verhältnisses des Menschen zu seiner Welt als kritische Ergänzung zur Biosemiotik thematisiert. Beide Ansätze sind methodisch durch ein gemeinsames Modell fundiert, das Lebenserscheinungen als symbolische Manifestationen des Lebendigen in einem sich ständig umbildenden Kommunikationsgefüge begreift.