Konnten noch vor wenigen Jahren Ungläubige den Hinweis auf das drohende Waldsterben in Europa mit der Bemerkung abtun: alles halb so schlimm, so ist das heute nicht mehr möglich. Es steht viel schlimmer, als selbst die Fachleute erwarteten. Waldschadenschätzungen im Jahre 1982 ergaben noch etwa 8 % geschädigter Waldfläche. Schon 1983 jedoch schnellte die Zahl auf 30 %. Heute ist man sich darüber einig, dass rund die Hälfte unseres Waldes in seiner Existenz bedroht ist. Sollte der Wald nicht mehr zu retten sein, wären die Folgen unabsehbar. Denn es geht ja nicht allein darum, dass wir eines Tages eventuell ohne Wälder dastehen. Mit ihrem Verschwinden wäre die Trinkwasserversorgung problematisch geworden, die Wasserführung der Flüsse begänne fraglich zu werden, die Bodenabtragung (Erosion) würde die Landwirtschaft gefährden, usw.

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Ehe uns die Natur aufgibt

  • Hans Bergel

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Konnten noch vor wenigen Jahren Ungläubige den Hinweis auf das drohende Waldsterben in Europa mit der Bemerkung abtun: alles halb so schlimm, so ist das heute nicht mehr möglich. Es steht viel schlimmer, als selbst die Fachleute erwarteten. Waldschadenschätzungen im Jahre 1982 ergaben noch etwa 8 % geschädigter Waldfläche. Schon 1983 jedoch schnellte die Zahl auf 30 %. Heute ist man sich darüber einig, dass rund die Hälfte unseres Waldes in seiner Existenz bedroht ist. Sollte der Wald nicht mehr zu retten sein, wären die Folgen unabsehbar. Denn es geht ja nicht allein darum, dass wir eines Tages eventuell ohne Wälder dastehen. Mit ihrem Verschwinden wäre die Trinkwasserversorgung problematisch geworden, die Wasserführung der Flüsse begänne fraglich zu werden, die Bodenabtragung (Erosion) würde die Landwirtschaft gefährden, usw.