Einleitung
摘要
In der Literatur der Gegenwart zeichnet sich eine auffällige Wiederkehr des Verlorenen ab – ein insistierendes Sprechen der Abwesenheit, das nicht nur Figuren und Themen, sondern auch Formen und Schreibweisen prägt. Es scheint, als habe das literarische Erzählen selbst ein Gedächtnis entwickelt, das die Lücken und Brüche menschlicher Erfahrung fortschreibt. Die Spur des Fehlens, des Verschwundenen, zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte der letzten Jahrzehnte, die von der Frage bewegt sind, wie sich Erinnerung artikuliert, wenn sie weder direkt ausgesprochen noch gänzlich verdrängt werden kann.