Gefühle sollten ernst genommen werden, denn sie geben Auskunft darüber, wie es um die Erfüllung oder Nichterfüllung von Bedürfnissen bestellt ist. Ein wesentliches Bedürfnis eines jeden Menschen ist das Bedürfnis nach Anerkennung. Sozialphilosophisch auf den Lebenszyklus bezogen, beginnt Anerkennung mit der weitgehend erwartungsfreien emotionalen Annahme eines Menschen in der frühen Kindheit. Im Optimalfall wird ein gerade „in die Welt geworfenes Kind“ mit wohlwollendem Interesse an- und aufgenommen: Du bist o. k. so wie du bist und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dir herausfinden, was (der Möglichkeit nach) in dir steckt sich entwickeln möchte – „werde doch, der du bist“. Später dann, beim Lernen und Arbeiten, kommt die „Anerkennung für Leistung“ hinzu – Leistung, mit der der je individuelle Mensch selbstverantwortlich zum eigenen und Wohle der Gemeinschaft beiträgt. Und nicht zuletzt wird jedem Menschen auch „Würde“ zuerkannt, die er forthin als „conditio humanum“ in Anspruch nehmen kann.

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Fundamentales: Kränkungen und deren „Entmachtung“ im Fokus biografischer Selbstvergewisserung

  • Manfred Jödecke

摘要

Gefühle sollten ernst genommen werden, denn sie geben Auskunft darüber, wie es um die Erfüllung oder Nichterfüllung von Bedürfnissen bestellt ist. Ein wesentliches Bedürfnis eines jeden Menschen ist das Bedürfnis nach Anerkennung. Sozialphilosophisch auf den Lebenszyklus bezogen, beginnt Anerkennung mit der weitgehend erwartungsfreien emotionalen Annahme eines Menschen in der frühen Kindheit. Im Optimalfall wird ein gerade „in die Welt geworfenes Kind“ mit wohlwollendem Interesse an- und aufgenommen: Du bist o. k. so wie du bist und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dir herausfinden, was (der Möglichkeit nach) in dir steckt sich entwickeln möchte – „werde doch, der du bist“. Später dann, beim Lernen und Arbeiten, kommt die „Anerkennung für Leistung“ hinzu – Leistung, mit der der je individuelle Mensch selbstverantwortlich zum eigenen und Wohle der Gemeinschaft beiträgt. Und nicht zuletzt wird jedem Menschen auch „Würde“ zuerkannt, die er forthin als „conditio humanum“ in Anspruch nehmen kann.