Das individuelle Leben beginnt mit der Geburt. Das Neugeborene befindet zunächst sich in einer befremdlichen Ambivalenz. Auf der einen Seite ist es maximal abhängig von seinen Bezugspersonen, insbesondere der Mutter und verfügt andererseits nur über einen kleinen Vorrat an Mitteln, um in den Austausch treten und seine Bedürfnisse und Befindlichkeiten mitteilen zu können. Obwohl die Bezugspersonen trotz ihrer „intuitiven Elterndidaktik“ nicht immer in der Lage sind, die aktuellen und auch längerfristigen Bedürfnisse des Kindes zu erkennen, kann das Neugeborene diese mit seinem anziehenden Wesen („Kindchenschema“), und dem schon bald auftauchenden „Belebungskomplex“ (Lydia Boshowitsch), zu dem auch das Lächeln gehört, „verführen“ und in ein Feld „gemeinsam geteilter Aufmerksamkeit“ (Michael Tomasello) zu ziehen und den Dialog zu sichern.

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Exemplarisches: Selbstvergewisserung im Lebenslauf

  • Manfred Jödecke

摘要

Das individuelle Leben beginnt mit der Geburt. Das Neugeborene befindet zunächst sich in einer befremdlichen Ambivalenz. Auf der einen Seite ist es maximal abhängig von seinen Bezugspersonen, insbesondere der Mutter und verfügt andererseits nur über einen kleinen Vorrat an Mitteln, um in den Austausch treten und seine Bedürfnisse und Befindlichkeiten mitteilen zu können. Obwohl die Bezugspersonen trotz ihrer „intuitiven Elterndidaktik“ nicht immer in der Lage sind, die aktuellen und auch längerfristigen Bedürfnisse des Kindes zu erkennen, kann das Neugeborene diese mit seinem anziehenden Wesen („Kindchenschema“), und dem schon bald auftauchenden „Belebungskomplex“ (Lydia Boshowitsch), zu dem auch das Lächeln gehört, „verführen“ und in ein Feld „gemeinsam geteilter Aufmerksamkeit“ (Michael Tomasello) zu ziehen und den Dialog zu sichern.