Darkehmen hieß eine Landstadt im östlichen Ostpreußen, nicht weit von Nemmersdorf, dem ersten deutschen der zahllosen Schreckensorte im letzten deutsch-russischen Krieg. „Scheune und Amtsgericht“ standen in Darkehmen dicht beieinander. Und gerühmt wurde der Ort für seine schöne Lage im Tal der Angerapp und für seine Mahl-, Walk- und Ölmühle. Der Name „Darkehmen“ soll aus dem untergegangenen Prußischen stammen. Hitlers Germanisierer tauften die Stadt Ende der 30er Jahre in „Angerapp“ um, was angeblich weniger undeutsch klang. Sechs Jahre später erhielt Angerapp seinen heutigen russischen Namen: „Osjorsk“ bzw. – wie Hein ihn schreibt – „Ozersk“. Der Ort liegt im Kaliningrader Gebiet und war für seine früheren deutschen Bewohner unerreichbar bis zur Epochenwende von 1989/91.

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Ein Denkmal für den Heimatort

  • Andreas F. Kelletat

摘要

Darkehmen hieß eine Landstadt im östlichen Ostpreußen, nicht weit von Nemmersdorf, dem ersten deutschen der zahllosen Schreckensorte im letzten deutsch-russischen Krieg. „Scheune und Amtsgericht“ standen in Darkehmen dicht beieinander. Und gerühmt wurde der Ort für seine schöne Lage im Tal der Angerapp und für seine Mahl-, Walk- und Ölmühle. Der Name „Darkehmen“ soll aus dem untergegangenen Prußischen stammen. Hitlers Germanisierer tauften die Stadt Ende der 30er Jahre in „Angerapp“ um, was angeblich weniger undeutsch klang. Sechs Jahre später erhielt Angerapp seinen heutigen russischen Namen: „Osjorsk“ bzw. – wie Hein ihn schreibt – „Ozersk“. Der Ort liegt im Kaliningrader Gebiet und war für seine früheren deutschen Bewohner unerreichbar bis zur Epochenwende von 1989/91.