Alfred Kelletat und Johannes Bobrowski
摘要
Mein Onkel Alfred Kelletat wurde am 16. Juli 1916 in Königsberg/Preußen geboren und verbrachte Kindheit, Jugend und erste Mannesjahre in Ostpreußen. Er wuchs in einer streng baptistischen Familie auf, was seine Bibelfestigkeit und umfassende Vertrautheit mit protestantischen Kirchenliedern bewirkte. Von 1927 bis 1936 besuchte er das humanistische Hufen-Gymnasium mit den Hauptfächern Latein und Altgriechisch. Nach dem Abitur wurde er zum Arbeitsdienst im Großen Moosbruch eingezogen, anschließend bis 1938 zum Wehrdienst in einer Kaserne in Königsberg. Er studierte zwei Semester an der Pädagogischen Hochschule Darmstadt, dann noch kurze Zeit an der Albertina in Königsberg (Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie). Ab 1940 war er Soldat in einer Fallschirmjägereinheit mit Einsätzen in Frankreich, Russland (Winter 1942/43), Italien und am Niederrhein. Aufforderungen zum Eintritt in die NSDAP kam er nicht nach. Der Kriegsdienst wurde durch einige Trimester Studienurlaub unterbrochen, im Winter 1941/42 studierte er bei Erich Trunz in Prag, wo er Zeuge der Deportation der jüdischen Bevölkerung wurde.