Ein Ästhet in Finnland
摘要
Als sich 1933 nach dem Reichstagsbrand der Naziterror allmählich auch nach Bayern vorschob, wo konservativ-monarchistische Kräfte die nationalsozialistische Gleichschaltung aufzuhalten suchten, verließ Klaus Mann, nachdemer in den letzten Februartagen noch ausgiebig Fasching gefeiert hatte, am 13. März München. Erst zwölf Jahre später sollte er als ‚special correspondent‘ der amerikanischen Armeezeitung Stars and Stripes sein Zimmer im Haus der Eltern in der Poschingerstraße wiedersehen. Von München aus reiste Klaus Mann nach Paris, an die französische Riviera, nach Zürich und Amsterdam. Überall traf er auf geflohene Schriftstellerkollegen, und fast schien es ihm, als ließe sich die Existenz des jugendlich-unbeschwerten Kaffeehausliteraten unbeschadet ins Exil hinüberretten: Welch geselliges Exil! Welch animierte Verbannung! Ob man nun am Leidsche Plein [sic!] zu Amsterdam sein Gläschen ‚Genever‘ trinkt oder den obligaten ‚Kaffee-Kirsch‘ am Bellevue in Zürich – überall die vertrauten Gesichter!