Die Grenze – als kleinste oder größte untere Schranke einer nach oben beschränkten Menge führt zu Verschiebungen und Veränderungen: geographisch, wirtschaftlich, kulturell, psychisch und sozial. Sowohl Grenzziehungen als auch Entgrenzungen führen seit der Antike in regelmäßigen Abständen zu Krisen und Katastrophen. Mein Ziel ist es in diesem Kapitel, von den politisch-gesellschaftlichen Ereignissen des neuen Jahrtausends ausgehend, zu analysieren, wie über das Phänomen von Grenzen und über soziale und politische Verwerfungen geschrieben wird und welche Narrationen in der Gegenwartsliteratur und im -film zu beobachten sind.

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Erfahrene doppelte Grenzziehungen: Jenny Erpenbecks Gehen, ging, gegangen (2015) und Seefeuer – ein Film von Gianfranco Rosi (2016)

  • Ilse Nagelschmidt

摘要

Die Grenze – als kleinste oder größte untere Schranke einer nach oben beschränkten Menge führt zu Verschiebungen und Veränderungen: geographisch, wirtschaftlich, kulturell, psychisch und sozial. Sowohl Grenzziehungen als auch Entgrenzungen führen seit der Antike in regelmäßigen Abständen zu Krisen und Katastrophen. Mein Ziel ist es in diesem Kapitel, von den politisch-gesellschaftlichen Ereignissen des neuen Jahrtausends ausgehend, zu analysieren, wie über das Phänomen von Grenzen und über soziale und politische Verwerfungen geschrieben wird und welche Narrationen in der Gegenwartsliteratur und im -film zu beobachten sind.