Von nationalen Gesellschaften zu interkulturellen ‚Orts-Gemeinschaften‘. Am Beispiel grenzüberschreitender Theaterprojekte zwischen Tschechien, Deutschland und Österreich
摘要
Theater, vor allem im tschechisch-deutschen Kontext Mitteleuropas, kann oft als Vermittler verstanden werden, der Grenzen von Kunst, Kultur und Nationalitäten auslotet und überschreitet. Trotzdem taucht der Begriff des ‚Schwellengängers‘1 in der Theaterliteratur selten auf, und wenn, dann in seiner Bedeutung als ‚Genre-Überschreiter‘. Dabei sind bestimmte Theaterensembles, wie dieses Kapitel herausarbeitet, geradezu prototypische Grenzüberschreiter und Schwellengänger, nicht nur weil sie in ihren multimedialen Inszenierungen verschiedenste Medien miteinander verbinden, sondern auch weil sie die Überschreitung von nationalen, sprachlichen, ethnischen und kulturellen Grenzen zu ihrem zentralen Programm machen.