(Medien-)ästhetisches Lernen über den Holocaust mit graphic memories
摘要
Die Auseinandersetzung mit Holocaust und NS-Zeit stellt in der deutschdidaktischen Diskussion einen wiederkehrenden Gegenstand dar und wird dort zu einer der zentralen Bildungsaufgaben des Deutschunterrichts deklariert. Die Auseinandersetzung mit Holocaustliteratur wird von Beginn an von der Frage begleitet, wie Literatur und Kunst der Inkommensurabilität der Erfahrung der Opfer gerecht werden können und wie Lernenden die besondere Leistungsfähigkeit künstlerischer Werke erfahrbar gemacht werden kann. Im vorliegenden Beitrag geht es um die Frage, wie Schüler:innen im Literaturunterricht anhand der vergleichenden Analyse zweier Graphic Novels befähigt werden können, mediale Zeugnisse des Holocaust in ihrer spezifischen Ästhetik zu rezipieren und gleichzeitig – vor dem Hintergrund ästhetischer Reflexionen – über die (visuelle) Repräsentation der NS-Gewaltverbrechen zu reflektieren.