Künstliche Intelligenz und gesellschaftlicher Wandel als Sujet des Literaturunterrichts
摘要
Künstliche Intelligenz wird in literarischen Medien der Gegenwart immer häufiger als Erzählinstanz installiert. Anhand dieser ästhetischen Strategie lassen sich Fragen zum Mensch-Maschine-Verhältnis entfalten, die in diesem Beitrag für einen themenorientierten Literaturunterricht nutzbar gemacht werden. Dazu verortet der Beitrag sich auf dem Standpunkt einer postdigitalen Literaturdidaktik, indem er, unter Einbezug darstellungsspezifischer Aspekte der Literatur, gleichermaßen kritische wie zukunftsorientierte Potenziale des Phänomens erläutert. Insbesondere wird dabei auf die (Un-)Möglichkeit maschinellen Erzählens sowie gesellschaftliche Themen wie Kontrolle, Macht und menschliche Selbstbestimmung eingegangen. Der Beitrag hebt hervor, dass KI als literarisches Sujet spezifische ästhetische, aber auch anthropologische und gesellschaftliche Reflexionen anregt und daher ein relevantes Thema für einen zeitgemäßen Literaturunterricht darstellt.