Skandinavische Dramenentwürfe und die Negation des Matka-Polka-Mythos
摘要
Seit den 1990er Jahren haben Transkulturalitäts- und Kulturtransferforschung Modelle entwickelt, die über eine lineare Einflussgeschichte hinausgehen. An die Stelle eines einfachen „Von–nach“-Schemas tritt die Vorstellung kultureller Begegnungen als komplexer Übersetzungs- und Transformationsprozesse: Texte, Begriffe und ästhetische Verfahren „wandern“ nicht unverändert, sondern werden im aufnehmenden Kontext selektiv angeeignet, umgeformt und neu kodiert (Espagne und Werner 1985: 508). Dieses Verständnis von Kulturtransfer bildet den theoretischen Rahmen des vorliegenden Beitrags.