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Einleitung

  • Günter Rinke

摘要

»Revolution! – das war doch zu unwahrscheinlich. Jeder wußte, daß das fern der Wirklichkeit war, nur ein Traum. Der Traum von Generationen.«1 Der Mann, der das notierte, war ein russischer Revolutionär der ersten Stunde. Nikolai Suchanow schrieb diese Zeilen im Prolog seines Tagebuchs der russischen Revolution, die im Februar, nach neuem Kalender im März 1917 begann. Schon in der ersten Revolution im Jahr 1905 war er dabei gewesen und hatte dafür ein Jahr im zaristischen Gefängnis gesessen. Er gehörte erst der Sozialrevolutionären Partei an, die sich für die Interessen der Bauern einsetzte, und galt dann als Menschewist, als Angehöriger des gemäßigten Flügels der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR), die sich auf ihrem zweiten Parteitag 1903 gespalten hatte. Der radikale Teil nannte sich aufgrund einer knappen Mehrheit bei einer Abstimmung Bolschewiki, geführt von Lenin.