fenja im literarischen Kontext
摘要
Geboren in der nordrussischen Stadt Vologda wuchs Varlam Šalamov (1907–1982) als das jüngste von insgesamt fünf Kindern in der Familie eines orthodoxen Priesters und einer Lehrerin auf (Baranov 1997: 4, 23; Thun-Hohenstein 2007: 39). Bereits als Kind interessierte er sich für Literatur, für Poesie und schrieb Gedichte (Šalamov 2005, 4: 297, 348; Šalamov 2005, 6: 320). Unter Bezugnahme auf Šalamovs autobiografischen Band „Cetvërtaja Vologda“ (dt.: Das vierte Vologda)108 verwies die Herausgeberin der deutschsprachigen Šalamov-Ausgabe Franziska Thun-Hohenstein auf einen direkten Zusammenhang zwischen dem „moralischen und kulturellen Klima“ in Vologda109 und Šalamovs späterem Lebenslauf, der den Schriftsteller auf der Suche nach Freiheit 1924 nach Moskau führte (Thun-Hohenstein 2007: 38, 40).