Die Basler Fragmente des ,Saelden Hort‘ als Beispiel für den literaturgeschichtlichen Erkenntniswert früher Handschriftenmakulatur (Basel, Universitätsbibliothek, Cod. N I 2:94)
摘要
,Der Saelden Hort‘ ist eine der wohl interessantesten volkssprachigen religiösen Dichtungen des Mittelalters.1 In 11 304 überlieferten Versen2 erzählt der Text eines anonymen Autors von Johannes dem Täufer und Maria Magdalena, deren Lebensbeschreibungen eingebettet sind in den heilsgeschichtlichen Bericht über das Leben und die Passion Christi, die gewissermaßen den Rahmen der Erzählung bilden und die beiden Heiligenviten miteinander verbinden. Es handelt sich also um einen Text, der legendarische und bibelepische Merkmale kombiniert, aber auch Elemente aus ganz anderen literarischen Traditionen integriert.