Die Teile und das Ganze?
摘要
Ein Gedankenspiel als Ausgangspunkt: Das ,Evangelienbuch‘ Otfrids vonWeißenburg, abgeschlossen zwischen 863 und 871, ist in mehreren Handschriften auf uns gekommen: Erhalten ist erstens die heutige Wiener Handschrift, die als teilautographes Autorexemplar und Weißenburger Hausexemplar gilt (Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2687, Sigle V); zweitens die ebenfalls, möglicherweise noch zu Lebzeiten Otfrids, aber ohne seine Beteiligung von denselben beiden Schreibern wie V in Weißenburg angefertigte Heidelberger Handschrift (Heidelberg, Universitätsbibl., Cpl 52, Sigle P); sodann drittens eine in Freising, auf der Grundlage von V zwischen 902 und 906 angelegte Abschrift (München, Staatsbibl., Cgm 14, Sigle F); schließlich viertens die in Bonn (Universitätsbibl., Cod. S 499), Krakau (Bibl. Jagiellon´ ska, Berol. mgq 504) und Wolfenbüttel (Herzog August Bibl., Cod. 131.1 Extravagantes) aufbewahrten Fragmente des um 975 in Fulda entstandenen, heute so genannten Codex Discissus (Sigle D).1