Fragment und Ganzheit im Mittelalter
摘要
Fragmente sind Bruchstücke eines größeren Ganzen. Das Fragment ist in bestimmten Hinsichten unvollständig und verweist als Teil auf dieses größere Ganze, das aus mehr oder minder kontingenten Gründen nicht vorhanden ist. Wie ist dieses Ganze zu bestimmen? In manchen Fällen ist das unproblematisch. Ich knüpfe an die systematische Unterscheidung von „archäologischen“ und „ästhetischen“ Fragmenten an,1 die sich grosso modo mit den unserem textwissenschaftlichen Gegenstand angepassten Arbeitsbegriffen ,Handschriftenfragment‘ versus ,Werkfragment‘ deckt, und versuche, den zweiten, in sich vielfältigen Typus für die mittelalterliche Epik zu beschreiben.