‚Arme Ritter‘ als literarische Programmfiguren in der höfischen Dichtung des 12. bis 14. Jahrhunderts
摘要
Die in der höfischen Dichtung als ‚arm‘ qualifizierten Ritter, die „paubres cavalliers“, „povres chevaliers“ und „armen ritter“, die „povres bachelers“ und „armen betschelier“,1 die vor allem in den romanischen Chansons de geste und ihren deutschen Adaptationen, aber auch in anderen literarischen Typen, der höfischen Liebeslyrik, Erzähl- und Redendichtung, in den verschiedensten Formationen, in Gruppen, aber auch als Einzelperson auftreten, haben mit der sozialgeschichtlichen Wendung des literarhistorischen Interesses in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts die besondere Aufmerksamkeit der literaturgeschichtlichen wie historischen Mediävistik gefunden und sind hier, vor allem mit Erich Köhlers Identifizierung eines „niederen Rittertums“2 und mit Georges [S. 256] Dubys wirkungsmächtigem Jeunes-Aufsatz,3 als Initiator wie Resonanzboden der höfischen Ritterdichtung des 12. und 13.