zins und gülte
摘要
Die neuere historische Diskussion um Feudalismus und Lehnsrecht im westeuropäischen Mittelalter hat nicht nur das sogenannte klassische, mit den Namen Heinrich Mitteis2 und François-Louis Ganshof3 verbundene Modell des mittelalterlichen Lehnswesens noch einmal systematisch in seiner Periodisierung, seiner [S. 2] regionalen Verbreitung und nicht zuletzt seiner faktischen Wirkungsmacht auf den Prüfstand gestellt4 und dabei entscheidende Problematisierungen und Korrekturen vorgenommen,5 sondern zugleich auch Spuren verfolgt und Wege beschritten, die über den Impetus einer forschungskritischen Entmythologisierung hinausgehen und neue Einsichten über die mögliche Funktion von Vasallität und Lehnsrecht im europäischen Mittelalter liefern.