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Fürsten, Adel, Rittertum

  • Bernd Bastert,
  • Timo Felber,
  • Henrike Manuwald

摘要

Das literarhistorische Interesse an der sogenannten höfischen Dichtung, wie wir sie im westeuropäischen Hochmittelalter in der Volkssprache vornehmlich als höfische Liebespoesie und höfisches Erzählen in groß- wie kleinepischen Formen kennen, pendelte von Anfang an zwischen den extremen Polen eines eher textimmanent orientierten rhetorisch-stilistischen Interesses an der spezifischen Poetik und Ästhetik der Texte und eines dezidiert thematisch-ideologischen Textverständnisses vor dem Hintergrund kultur- bzw. bildungsgeschichtlicher, sozialhistorischer und nicht zuletzt lebensweltlicher Sachverhalte. Während die Romanistik bzw. die französische Mediävistik – entsprechend ihrer nationalphilologischen Forschungstradition einer diffizilen ‚explication du texte‘ – eher die erstgenannte Richtung rhetorischstilistischer Textanalysen bevorzugte, konzentrierte sich die Germanistik bzw. die deutsche Mediävistik sehr viel intensiver auf thematisch-ideologische Lektüren, d. h. auf Kontextfragen und legte dabei immer wieder ein besonderes Gewicht auf gesellschaftsgeschichtliche Textinterpretationen.