„Alles Gute und Beglükkende in wundervoller Harmonie“? Zur Problematik von Kraft und Freiheit in Wilhelm von Humboldts ,Die Gränzen der Wirksamkeit des Staates‘
摘要
Wer sich in Berlin aufhält, kann dort den Alterssitz Wilhelm von Humboldts besuchen und das dazugehörige Museum besichtigen, das von Humboldts Nachfahren betrieben wird und mit der Dokumentation eines wechselvollen Gelehrtenlebens aufwartet.1 Das letzte Lebensjahrzehnt verbrachte Wilhelm von Humboldt bekanntlich auf jenem klassizistisch umgebauten Berliner Schloss Tegel, dem Stammsitz, wo sich der Denker und ehemalige Staatsmann dem Briefverkehr, den eigenen Sprachstudien und der Kunst widmete. Der einst öffentlich und politisch „eine tragende Rolle“2 spielende Humboldt verlegte sich, so könnte man meinen, schließlich erst spät auf den Selbstgenuss und die Isolation vom Tagesgeschehen.