Decorum, honestum und iustum – Schichtungen normativer Verbindlichkeit bei Christian Thomasius
摘要
Kaum ein Autor der aufgeklärten Natur- und Vernunftrechtswissenschaft hat, wie es scheint, so sehr die Aufmerksamkeit einer ausgeprägt interdisziplinären Forschung auf sich gezogen wie Christian Thomasius (1655–1728).1 Das beruht nicht allein auf dem bemerkenswerten Umfang seines Werkes,2 sondern vor allem auf der Breite seines thematischen Spektrums. Es waren nicht allein die traditionellen Themenstellungen der Rechtsund Staatsphilosophie3 oder der Ethik4, mit denen sich Thomasius auseinandersetzte.