Destinationsmanagement – State of the Art und Konsequenzen
摘要
Der vorliegende Beitrag ist ein wissenschaftlich begründetes Plädoyer, nach mehr als 30 Jahren das Management und Marketing von Reisezielen grundsätzlich zu überdenken, vor folgendem Hintergrund: (1) Die im Destinationsmanagement immer noch weit verbreitete Konsumgüterlogik greift zu kurz; Reisen und Aufenthalte in Destinationen sind als primär soziales Phänomen zu verstehen. Gäste machen Touristen- und Tourismusdestinationen, wobei Anbieter Leistungen und Bühnen für die Haushalts- und damit Eigenproduktion von Erlebnissen zur Verfügung stellen. (2) Eine Touristendestination ist kein Konsum- oder Gebrauchsgut und eine Tourismusdestination ist kein Unternehmen. Aufgrund unterschiedlicher akteurspezifischer Dynamiken und vielfacher Pfadabhängigkeiten ist somit auch die Steuerbarkeit von Destinationen beschränkt, was wiederum auch Einschränkungen hinsichtlich der Strategiefähigkeit zur Folge hat.