Anmerkungen zum Begriff der ‚jüdischen Kunst‘
摘要
1924, im achten Jahrgang der Zeitschrift „Der Jude“, erscheint ein Artikel von Heinrich Berl, der sich mit der Stellung der „Juden in der bildenden Kunst der Gegenwart“ befasst.1 Es ist keine unwichtige Zeitschrift, in der diese prinzipielle Stellungnahme zum ‚Jüdischen‘ in der Kunst veröffentlicht wird, sondern gewissermaßen das Zentralorgan der ‚Jüdischen Moderne‘ bzw. der ‚Jüdischen Renaissance‘ – jener im Zeichen des Kulturzionismus entstandenen Bewegung, der sich so prominente Persönlichkeiten wie Martin Buber oder Achad Ha’am und auch der Zeichner und Maler Ephraim Moses Lilien seit der Jahrhundertwende verschrieben haben und die nichts weniger im Sinn hatte als eine Neudefinition jüdischer Identität.