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Motorradlärm als Konfliktfeld im regionalen Tourismus – Zwischenbericht eines Forschungsprojektes zum Umgang mit Motorradlärm in touristischen Regionen

  • Knut Scherhag

摘要

Lärm ist ein psychosozialer Stressfaktor, der sowohl das subjektive Wohlempfinden und die Lebensqualität beeinflusst als auch Auswirkungen auf die Gesundheit von Betroffenen hat. Durch das Verkehrsaufkommen des Drive Tourism in landschaftlich schönen Gebieten, insbesondere durch Motorradfahrende, fühlen sich viele Anwohnerinnen und Anwohner zunehmend belastet, was sich in Kampagnen gegen Motorradfahrende ausdrückt. Vor diesem Hintergrund ist ein Forschungsprojekt erarbeitet worden, um beide Seiten zu betrachten und deren Argumente zu analysieren. In diesem Beitrag kommen zunächst die Motorradfahrenden zu Wort, die in einer Online-Befragung (n = 3.177) zu ihrer Einstellung zu Motorradlärm befragt wurden. Es zeigt sich, dass der überwiegende Teil der Befragten einem hohen Emissionspegel kritisch gegenübersteht. Maßnahmen werden überwiegend von den Herstellern und dem Gesetzgeber erwartet, wobei gesetzliche Bestimmungen formal in ausreichender Form vorliegen. Eine Sensibilisierung der Motorradfahrenden kann dazu beitragen, dass die Emissionspegel reduziert werden. Dies kann mit der Unterstützung von Lärmdisplays im Sinne eines „nudge“ erfolgen, wie ein Beispiel aus Baden-Württemberg gezeigt hat – das Fahrverhalten hinsichtlich der Emissionspegel hat sich durch den Einsatz der Displays verbessert.