Zwischen Resilienz und Relevanz: Wie bleibt die Versicherungsbranche handlungsfähig in einer Welt multipler Krisen, technologischer Disruptionen und gesellschaftlicher Umbrüche?
摘要
Die Versicherungswirtschaft steht vor einer Phase tiefgreifender und beschleunigter Veränderungen. Neu daran ist: Sie wirken heute nicht mehr nacheinander, sondern gleichzeitig. Diese „Stapelkrisen“, eine Überlagerung von Entwicklungen, erzeugt ein Ausmaß an Komplexität, das traditionelle Steuerungsmechanismen an ihre Grenzen führt. Versicherer gelten seit jeher als ein zentrales Rückgrat gesellschaftlicher Stabilität, doch die Geschwindigkeit und Gleichzeitigkeit des Wandels verlangt eine Aktualisierung dieses Selbstverständnisses. Resilienz wird zu einem Leitbegriff, der über reine Widerstandsfähigkeit hinausgeht: Es geht um die Fähigkeit, frühzeitig zu erkennen, wohin sich Risiken und Erwartungen entwickeln, und daraus Handlungsfähigkeit abzuleiten. Resilienz bedeutet dabei nicht nur schnelle Anpassungsfähigkeit, sondern vor allem die Fähigkeit, Schocks auszuhalten, Funktionsfähigkeit auch unter Stress aufrechtzuerhalten und gestärkt aus Turbulenzen hervorzugehen.