Automatisierung in der IT-Governance
摘要
Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Digitalisierung gewinnt das Thema IT-Governance in der Finanz- und Versicherungsbranche zunehmend an Bedeutung. Durch europäische Richtlinien wie DORA (Digital Operational Resilience Act) oder nationale Richtilinien wie VAIT und BAIT (Versicherungsaufsichtliche Anforderungen an die IT, Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT) werden eine Vielzahl von Anforderungen in den Bereichen IT-Infrastruktur, Risikomanagement und Drittanbieter-Management definiert (European Banking Authority, 2024a) deren Herausforderungen vielfältig sind. Sie reichen von der Integration neuer Technologien über die Anpassung bestehender Prozesse bis hin zur kontinuierlichen Überwachung und Dokumentation der Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In großen Organisationen erschweren hohe Dynamik, Fluktuation und der Umgang mit Legacy-Systemen einen konsistenten Überblick über den aktuellen Stand der IT-Governance. In kleineren Unternehmen fehlen hingegen oft die nötigen Ressourcen, um sich strukturiert mit dem Thema Governance auseinanderzusetzen (Engels & Schäfer, 2020). Einen vielversprechenden Ansatz zur Lösung dieser Herausforderungen ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). So können bspw. durch einen metadata-driven Governance-Ansatz und KI-gestützte Assistenten Prozesse effizienter gestaltet, Risiken besser überwacht und die Einhaltung von Vorschriften automatisiert sichergestellt werden. Dies ermöglicht eine skalierbare und zukunftsfähige Governance, die sich flexibel an veränderte regulatorische Anforderungen anpassen lässt. Bevor sich Unternehmen jedoch mit solchen Automatisierungsprozessen und Potenzialen von KI-Tools auseinandersetzen, ist es wichtig in einem ersten Schritt die Auswirkungen und Geltungsbereiche von VAIT und DORA umfassend zu analysieren und die Umsetzung der Richtlinien zu gewährleisten.