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Der resultierende Vektor: Ein Modell für räumliche Gynokritik

  • Java Singh

摘要

Das in diesem Kapitel entwickelte kritische Modell zielt darauf ab, eine Anordnung für die in Kap. 4 des Buches abgeleiteten konzeptuellen Werkzeuge vorzuschlagen, nämlich „antigonale Archetypen“, „liminale Chronotopie“, „Dedifferenzierung“, „lokalisierte Limen“, „Desedimentation“ und „spekulative Materialität des Limen“. Die Art und Weise, wie die Werkzeuge eingesetzt werden, wird durch ein Bewusstsein für Debra Castillos sechszackige Strategie für feministische Literaturkritik informiert. Castillo fordert eine kritische Lektüre von Frauenschriften, die das Spiel von sechs literarischen, taktischen Elementen untersucht, nämlich: Schweigen, Aneignung, Auftauchen, Randständigkeit, Negation und der Konjunktiv. Das aus dem Zusammenspiel dieser taktischen Elemente und der konzeptuellen Werkzeuge für die räumliche Analyse entstehende räumliche Gynokritik-Modell ist eine dreigeteilte Einheit, deren Enden als „entkanonisierende Derivate“, „entgrenzende Derivate“ und „entsedimentierende Derivate“ bezeichnet werden. Die vorgeschlagene Anordnung dieser perspektivischen Werkzeuge zum Verständnis von Darstellungen von Räumen in literarischen und kulturellen Erzählungen ist keineswegs als Vorschrift gedacht; stattdessen besteht die Absicht, eine modulare Formation vorzuschlagen, um mögliche Zusammenhänge zwischen den verschiedenen konzeptuellen Schemata, aus denen die Werkzeuge abgeleitet sind, zu demonstrieren.