Die Comics von Carol Lay
摘要
Als Iñigo Silva seine Dokumentation mit dem Titel Cómic: Noveno Arte (1989) veröffentlichte, bestätigte er den Beitrag, den der Comic zur Kunst geleistet hat, und taufte ihn die neunte Kunst. Als eigenständige Kunstform fordert der Comic ein analytisches Lexikon für sich selbst. Das Kapitel diskutiert die Schlüsselartikulationen, die von prominenten Comic-Kritikern – Román Gubern, Will Eisner, Thierry Groensteen und Scott McCloud – vorgeschlagen wurden, um ein geeignetes Lexikon zu entwickeln. Die Werke von Carol Lay, einer prominenten weiblichen Cartoonistin, die während der Underground-Jahre der amerikanischen Comics zu zeichnen begann, werden für eine kritische Analyse ausgewählt. Das Kapitel versucht, ihre Arbeit in drei Phasen zu klassifizieren, da ihr Zeichenstil und ihre thematischen Vorlieben während der vierzig Jahre, in denen sie gezeichnet hat, erhebliche Veränderungen durchlaufen. Anschließend führt das Kapitel eine räumliche Analyse ihrer Arbeit durch. Durch die gynokritische räumliche Betrachtung ausgewählter Räume in Carol Lays Comic gibt das Kapitel Einblicke in die Poetik ihrer visuellen Strukturen. Das Liminale taucht als ein aufschlussreiches Konzept auf, das Möglichkeiten zur Transformation festgefahrener Vorstellungen wie denen vom geordneten Arbeitsplatz, spontanem Spielfeld, barbarischem Dschungel, zivilisierter Stadt, gepflegter Vorstadtnachbarschaft und Müllhaufen offenbart. Die feministische Haltung des Comics wird nicht nur in der Darstellung menschlicher Protagonisten, sondern auch durch die geschlechtsspezifische Darstellung von Räumen repräsentiert.