Dieses abschließende Kapitel schließt den Bogen, indem es Ansätze vorschlägt, die darauf abzielen, die Komplexität menschlicher Kommunikation anzugehen und möglicherweise zu lösen. Das interdisziplinäre Forschungsfeld der Health Humanities erweist sich als gewinnbringende wissenschaftliche und praktische Disziplin zur Verbesserung der Kommunikation im Gesundheitsbereich. Dies gelingt, weil es die Gesundheitskommunikation aus der Perspektive der Rezipient:innen betrachtet und versucht zu verstehen, warum Menschen „ungesunde“ oder „riskante“ Praktiken normalisieren und Werte jenseits der biomedizinischen Gesundheit vertreten. Darüber hinaus bieten Theorien sozialer Praxis einen Ansatz, um von den typischen binären Klassifizierungen von Gesundheitsverhalten abzurücken und eine differenziertere Perspektive einzunehmen, indem sie die Komplexität und Vielfalt des Alltagslebens einbeziehen. Abschließend widmet sich das Kapitel dem noch jungen Ansatz der Narrationsforschung und des Storytellings in der Gesundheitskommunikation, der dem Publikum anschauliche und unterhaltsame Gesundheitsgeschichten bietet, mit denen sich Menschen eher identifizieren als mit Daten und quantitativen Risikolisten. Dieser Ansatz gilt als nützlich, da partizipative Kommunikation nicht nur innovative und nachhaltige Interventionen schafft, sondern auch die Gesundheitskompetenz fördert und die Attraktivität der Selbststeuerung von Gesundheit und Krankheit in unterschiedlichen Zielgruppen erhöht.

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Zurück zu den Wurzeln: Gesundheitskommunikation als verbindendes Element

  • Olaf Werder

摘要

Dieses abschließende Kapitel schließt den Bogen, indem es Ansätze vorschlägt, die darauf abzielen, die Komplexität menschlicher Kommunikation anzugehen und möglicherweise zu lösen. Das interdisziplinäre Forschungsfeld der Health Humanities erweist sich als gewinnbringende wissenschaftliche und praktische Disziplin zur Verbesserung der Kommunikation im Gesundheitsbereich. Dies gelingt, weil es die Gesundheitskommunikation aus der Perspektive der Rezipient:innen betrachtet und versucht zu verstehen, warum Menschen „ungesunde“ oder „riskante“ Praktiken normalisieren und Werte jenseits der biomedizinischen Gesundheit vertreten. Darüber hinaus bieten Theorien sozialer Praxis einen Ansatz, um von den typischen binären Klassifizierungen von Gesundheitsverhalten abzurücken und eine differenziertere Perspektive einzunehmen, indem sie die Komplexität und Vielfalt des Alltagslebens einbeziehen. Abschließend widmet sich das Kapitel dem noch jungen Ansatz der Narrationsforschung und des Storytellings in der Gesundheitskommunikation, der dem Publikum anschauliche und unterhaltsame Gesundheitsgeschichten bietet, mit denen sich Menschen eher identifizieren als mit Daten und quantitativen Risikolisten. Dieser Ansatz gilt als nützlich, da partizipative Kommunikation nicht nur innovative und nachhaltige Interventionen schafft, sondern auch die Gesundheitskompetenz fördert und die Attraktivität der Selbststeuerung von Gesundheit und Krankheit in unterschiedlichen Zielgruppen erhöht.