Historiographie ist nicht objektiv, sondern sie schafft in ihrem Ordnungsbemühen Relationen und damit Bedeutung und Geschichtsträchtigkeit. Schon Romain Rolland bezeichnete die Geschichtsschreibung als die parteiischste aller Wissenschaften, die „eifersüchtig“ an ihren gefällten Urteilen festhalte.1 Diese von Rolland benannte Eigenschaft hat die Geschichtswissenschaft mit vielen ihr zugrundeliegenden Quellentexten gemeinsam, in denen sich auch immer wieder Zuschreibungen und vergleichende Einordnungen finden.

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„le Milton de la musique“: Händel-Aneignungen in Frankreich im 19. und frühen 20. Jahrhundert

  • Joachim Kremer

摘要

Historiographie ist nicht objektiv, sondern sie schafft in ihrem Ordnungsbemühen Relationen und damit Bedeutung und Geschichtsträchtigkeit. Schon Romain Rolland bezeichnete die Geschichtsschreibung als die parteiischste aller Wissenschaften, die „eifersüchtig“ an ihren gefällten Urteilen festhalte.1 Diese von Rolland benannte Eigenschaft hat die Geschichtswissenschaft mit vielen ihr zugrundeliegenden Quellentexten gemeinsam, in denen sich auch immer wieder Zuschreibungen und vergleichende Einordnungen finden.