Zum musikhistoriographischen Wissenstransfer zwischen Italien und Mitteldeutschland im 16. und 17. Jahrhundert
摘要
Widmet man sich dem Zusammenhang zwischen Heinrich Schütz und frühen Konzepten der Musikhistoriographie,1 so ist man mit zwei Schwierigkeiten konfrontiert: Zum einen sind uns keine im engeren Sinne musikgeschichtlichen oder -historiographisch verwertbaren Äußerungen von Schütz selbst überliefert. Wir kennen zwar Schütz’ Beschreibungen etwa der venezianischen Musik um Gabrieli und Monteverdi, die uns als wichtige historische Quellen dienen, doch eine tiefergehende, geschweige denn systematische Reflexion über Musikgeschichtliches liegt uns von ihm nicht vor.