Geschichte und Rezeption der historischen Fassung
摘要
Am Ende von Mozarts kompositorischem Schaffen steht ein Werk, das sich mit dem Tod befasst und das unabgeschlossen blieb, weil das Leben seines Schöpfers endete. Die Auseinandersetzung mit dem Nachleben dieser gewissermaßen für immer im Werden begriffenen Musik wird nie zur Ruhe kommen: Schon vor sechzig Jahren beschrieb Friedrich Blume in seinem Aufsatz Requiem, but no peace (1961) das „Gesamtbild des Problems“ als „verworrener denn je“.1 Wer auch immer die wissenschaftliche Auseinandersetzung zusammenfasste, knüpfte immer wieder daran an. Ulrich Konrad sprach 1994 (S. 65) vom „Umschichten des historischen Schutts“. Simon P. Keefe gab dieser Tradition 2008 eine popkulturelle Note durch den Vergleich der Requiem-Debatte mit der Filmreihe Der Pate.2