Tod und Unsterblichkeit
摘要
Schütz’ Musikalische Exequien gelten als eine der »bedeutendsten Begräbnismusiken überhaupt «.1 Ihre Entstehungsgeschichte und musikhistorische Bedeutung sind wie kaum ein anderes Werk Schütz’ erforscht worden.2 Dabei wurde immer wieder auf die komplexen Deutungsebenen der Exequien hingewiesen, die im Zusammenspiel von künstlerischer Autorschaft, Rezeption und Auftragssituation unterschiedliche Lesarten zulassen und weit über den singulären Anlass, für den Schütz sie komponierte, hinausreichen.3 Trotz der Fülle an Informationen und Quellen zum Werk, die kultur-, religions- und sozialgeschichtliche Kontexte konstituieren, bleiben jedoch überlieferungsbedingte Leerstellen.