Heinrich Schütz und die Doxologie in den »Psalmen Davids«
摘要
Die Verehrung und Dankbarkeit, die Heinrich Schütz seinem Lehrer Giovanni Gabrieli zeitlebens entgegenbrachte, ist in zahlreichen Dokumenten belegt. Nicht nur in Widmungen und Druckvorreden seiner Werke (Op. 1, 2, 6, 11), sondern auch im Memorial von 1651 erinnert sich Schütz in ehrwürdigem Duktus an seinen einstigen venezianischen »Praeceptor«,1 bei dem er zwischen 1609 und 1613 in die kompositorische Lehre ging. »At Gabrielius, Dij immortales, quantus vir« (»Aber Gabrieli, Ihr unsterblichen Götter, was für ein großer Mann!«) – so heißt es beispielhaft in Schütz’ Vorrede des ersten Teils der Symphoniae sacrae von 1629.