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Bachs Anverwandlungen und Formkonzepte

  • Ingo Bredenbach

摘要

Diese an ausgewählten Beispielen1 der Konzerttranskriptionen aufgezeigten Änderungen Bachs an Form, Textur und Stimmengeflecht zeigen, dass Bach weder die Tutti-Soli-Aufteilung noch die Gestaltung der Solostimme und des Basses der von ihm für Clavier bearbeiteten Concerti unangetastet lässt. Auch die Harmonik, die Bach verdichtet und zum Teil eindeutiger werden lässt, z. B. durch hinzugefügte Mittelstimmen oder eine verschlankte Textur wie bei Marcellos Oboenkonzert, wird z. T. deutlich verändert. Unangetastet bleiben – abgesehen von kleinen Kürzungen oder Erweiterungen – die Form des Concertosatzes und die Substanz der Ritornelle, allerdings z. T. mit einer Klangvermehrung durch vollgriffige Akkorde (s. Concerto G-Dur, BWV 980, Notenbeispiel 98), mit eingeflochtenen Imitationen, deren musikalisches Material aus der jeweiligen Vorlage entnommen ist, und einer Anpassung an die Möglichkeiten und das Idiom eines Tasteninstruments. Bach strebt Einheitlichkeit des Bewegungsflusses an, oft mittels komplementärer Rhythmik und einer motivisch-dialogischen Textur, die kontrapunktische Bezüge aufweist.