Unsere Gesellschaft ist fasziniert von äußerlicher Schönheit – sie scheint fast wie ein allmächtiges Kriterium zu sein, das Menschen automatisch positive Eigenschaften zuschreibt. Dieser sogenannte Beauty-Bias – auch häufig als „Pretty Privilege“ bezeichnet – basiert auf einem tief verwurzelten, biologischen Mechanismus. Instinktiv bevorzugen wir Form vor Inhalt (siehe Abb. 41.1). Schon seit den frühen Studien zur Attraktivität, etwa von Dion, Berscheid und Walster (1972), ist klar wissenschaftlich belegt, dass schöne Menschen oft als intelligenter, moralisch integrer, begabter, vertrauenswürdiger und sogar als empathischer eingeschätzt werden – selbst wenn diese Zuschreibungen keinerlei Korrelation zur Schönheit haben.

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Beauty-Bias – viel Tier, wenig Mensch

  • Marco Boehm

摘要

Unsere Gesellschaft ist fasziniert von äußerlicher Schönheit – sie scheint fast wie ein allmächtiges Kriterium zu sein, das Menschen automatisch positive Eigenschaften zuschreibt. Dieser sogenannte Beauty-Bias – auch häufig als „Pretty Privilege“ bezeichnet – basiert auf einem tief verwurzelten, biologischen Mechanismus. Instinktiv bevorzugen wir Form vor Inhalt (siehe Abb. 41.1). Schon seit den frühen Studien zur Attraktivität, etwa von Dion, Berscheid und Walster (1972), ist klar wissenschaftlich belegt, dass schöne Menschen oft als intelligenter, moralisch integrer, begabter, vertrauenswürdiger und sogar als empathischer eingeschätzt werden – selbst wenn diese Zuschreibungen keinerlei Korrelation zur Schönheit haben.