Umweltbewusstsein in der Literatur des frühen 20. Jahrhunderts: Eine exemplarische Analyse
摘要
Nachdem die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert wurden, erfolgt eine qualitative Betrachtung des Umweltdiskurses aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Wie sich zeigen wird, decken sich die Ergebnisse der Metadatenanalyse mit Befunden aus der Literaturwissenschaft, nach welchen das Umweltbewusstsein, das die menschliche Einflussnahme auf planetare Grenzen erkennt und reflektiert, bereits im frühen zwanzigsten Jahrhundert existent war. Insbesondere der phantastischen Literatur kommt hier eine entscheidende Funktion zu, denn sie eröffnet ihrer Gestaltung nach einen Gegendiskurs, der die herrschende Diskursordnung zu subvertieren vermag. Exemplarisch wird dies an Alfred Döblins Roman Berge Meere und Giganten aus dem Jahr 1924 veranschaulicht. In diesem existiert bereits das Grundrauschen eines globalen Umweltbewusstseins in Deutschland, lange bevor der Diskurs über die Umwelt und letztlich das Anthropozän geführt wurde.