Fazit und Ausblick
摘要
In der vorliegenden Arbeit wird anhand von 32 ausgewählten Predigten des deutschen Reformators Martin Luther aufgezeigt, dass es möglich ist, aktuelle Theorien der Diskriminierungsforschung in Verbindung mit sprachlichen Strategien der Nomination, Prädikation, Argumentation, Perspektivierung und Abschwächung oder Verstärkung zu identifizieren. Außerdem muss die anfängliche Vermutung, dass sich Luthers Hexenbild ausschließlich auf Frauen bezieht, revidiert werden. Denn Luthers Hexenbild gestaltet sich eher „sex-related“ anstatt „sex-specific“ (Larner 1984: 87), weist jedoch geschlechtsspezifische diskriminierende Strategien auf. Es wird gezeigt, wie die Outgroup vermeintlicher Hexen sprachlich zur real geglaubten Bedrohung konstruiert wird. Aus den Untersuchungen ergeben Anknüpfungspunkte für zukünftige interdisziplinäre Verknüpfungen aus Sprachwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Diskriminierungsforschung.