Interaktion der drei Vernunftvermögen im Begriff des höchsten Guts
摘要
Dieses Kapitel analysiert detailliert das höchste Gut als gemeinschaftliche Leistung der drei Vernunftvermögen. Die praktische Vernufnt bestimmt autonom das moralisch Gute und formuliert unsere Pflicht. Die theoretische Vernunft verlangt nach systematischer Vollständigkeit und zwingt uns, die einzelnen praktischen Zwecke gedanklich zu einer unbedingten Totalität zu vereinigen. Um den schinbaren Widerspruch zwischen moralischem Sollen und irdischem Sein aufzulösen, vermittelt die reflektierende Urteilskraft. Sie postuliert eine zweckmäßige Weltordnung und göttlicher Herrschaft, in der Naturkausalität und Freiheitskausalität harmonieren. Kants späte Schriften belegen zudem, dass diese komplexe Interaktion die ursprüngliche Spontaneität der reinen Vernunft offenbart, welche unsere gesamte teleologische Weltvorstellung aktiv und frei formt.