Die Insider‐Outsider‐Ansätze entstanden vor allem in den 1980er Jahren – maßgeblich geprägt durch die Arbeiten von Assar Lindbeck und Dennis Snower ( 1986 ) sowie Olivier Blanchard und Larry Summers ( 1986 ) – als Reaktion darauf, dass das neoklassische Arbeitsmarktmodell zunehmend Schwierigkeiten hatte, persistente Arbeitsmarktphänomene adäquat zu erfassen. Insbesondere die seit den 1970er Jahren in vielen europäischen Ländern zu beobachtende, stufenweise ansteigende Arbeitslosigkeit – verbunden mit einem hohen und stabilen Anteil an Langzeitarbeitslosen – ließ sich im Rahmen vollkommener Marktanpassung nur unzureichend erklären. Die Insider‐Outsider‐Ansätze erklären die persistenten Übergangsprobleme zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigung durch strukturelle Differenzen in Humankapital und den daraus resultierenden asymmetrischen Machtverhältnissen auf dem Arbeitsmarkt. Im Gegensatz zur neoklassischen Annahme homogener Arbeitskräfte wird hier von einer systematischen Heterogenität ausgegangen, die sich sowohl in formalen Qualifikationen als auch in betriebsspezifischem Wissen manifestiert.

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Insider-Outsider-Ansätze

  • Werner Sesselmeier,
  • Aysel Yollu-Tok,
  • Charlotte Fechter

摘要

Die Insider‐Outsider‐Ansätze entstanden vor allem in den 1980er Jahren – maßgeblich geprägt durch die Arbeiten von Assar Lindbeck und Dennis Snower ( 1986 ) sowie Olivier Blanchard und Larry Summers ( 1986 ) – als Reaktion darauf, dass das neoklassische Arbeitsmarktmodell zunehmend Schwierigkeiten hatte, persistente Arbeitsmarktphänomene adäquat zu erfassen. Insbesondere die seit den 1970er Jahren in vielen europäischen Ländern zu beobachtende, stufenweise ansteigende Arbeitslosigkeit – verbunden mit einem hohen und stabilen Anteil an Langzeitarbeitslosen – ließ sich im Rahmen vollkommener Marktanpassung nur unzureichend erklären. Die Insider‐Outsider‐Ansätze erklären die persistenten Übergangsprobleme zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigung durch strukturelle Differenzen in Humankapital und den daraus resultierenden asymmetrischen Machtverhältnissen auf dem Arbeitsmarkt. Im Gegensatz zur neoklassischen Annahme homogener Arbeitskräfte wird hier von einer systematischen Heterogenität ausgegangen, die sich sowohl in formalen Qualifikationen als auch in betriebsspezifischem Wissen manifestiert.