Orientierungslosigkeit bei Jugendlichen und Adoleszenten heute: empirische Befunde
摘要
Erhebungen bei gesunden und psychisch erkrankten Jugendlichen zeigen die Risiken berufsbezogener Orientierungslosigkeit auf. Jugendliche benennen aktuell mehrheitlich Spaß und soziale Integration als wichtigste, Erfolg und Gelderwerb relativ dazu als unwichtige Lebensziele. Was – u. a. im Sinne der Glücksforschung – positiv ist, wird bei orientierungslosen Jugendlichen (u. a. > 40% der Abiturienten, > 60% bei psychisch Erkrankten) zum Problem: hier bedingt Orientierungslosigkeit ein erheblich höheres Belastungs- bzw. Burnout-Erleben und bei Patienten einen schlechteren Therapieverlauf. Stationär behandelte Jugendliche kommen mehrheitlich aus (post)modernen experimentalistisch bzw. hedonistisch ausgerichteten sozialen SINUS-Milieus. Diese haben zudem, verglichen mit Jugendlichen aus traditionellen Milieus, einen schlechteren Therapieverlauf.