Es gibt bereits mehrere wissenschaftliche Studien, die wiederholt demonstriert haben, dass man gesunden, erwachsenen Menschen falsche Erinnerungen an tatsächlich nicht erlebte Ereignisse suggerieren kann (z. B. Hyman und Billings 1998; Lindsay et al. 2004; Murphy et al. 2023; Porter et al. 1999; Wade et al. 2002). Eine Analyse der Erinnerungsberichte von 423 Versuchspersonen aus insgesamt acht Studien ergab, dass insgesamt 30,4 % der Versuchspersonen falsche Erinnerungen an nicht erlebte Ereignisse entwickelt hatten, während weitere 23 % zwar keine falschen Erinnerungen aufwiesen, jedoch zu der falschen Überzeugung gelangt waren, das nicht erlebte Ereignis habe tatsächlich stattgefunden (Scoboria et al. 2017). Um einen tieferen Einblick in diese Art von Forschung zu geben und auch aufzuzeigen, dass die Gefahr sogar noch größer sein könnte, soll hier exemplarisch eine eigene Studie dargestellt werden, in der über die Hälfte der Versuchspersonen falsche autobiografische Erinnerungen entwickelt haben (Oeberst et al. 2021; vgl. auch Wachendörfer et al. 2025).

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Suggestion falscher Erinnerungen

  • Aileen Oeberst

摘要

Es gibt bereits mehrere wissenschaftliche Studien, die wiederholt demonstriert haben, dass man gesunden, erwachsenen Menschen falsche Erinnerungen an tatsächlich nicht erlebte Ereignisse suggerieren kann (z. B. Hyman und Billings 1998; Lindsay et al. 2004; Murphy et al. 2023; Porter et al. 1999; Wade et al. 2002). Eine Analyse der Erinnerungsberichte von 423 Versuchspersonen aus insgesamt acht Studien ergab, dass insgesamt 30,4 % der Versuchspersonen falsche Erinnerungen an nicht erlebte Ereignisse entwickelt hatten, während weitere 23 % zwar keine falschen Erinnerungen aufwiesen, jedoch zu der falschen Überzeugung gelangt waren, das nicht erlebte Ereignis habe tatsächlich stattgefunden (Scoboria et al. 2017). Um einen tieferen Einblick in diese Art von Forschung zu geben und auch aufzuzeigen, dass die Gefahr sogar noch größer sein könnte, soll hier exemplarisch eine eigene Studie dargestellt werden, in der über die Hälfte der Versuchspersonen falsche autobiografische Erinnerungen entwickelt haben (Oeberst et al. 2021; vgl. auch Wachendörfer et al. 2025).