Der Begriff ‚Care‘ verweist auf eine gesellschaftliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, die eng mit der Konstruktion einer Trennung ‚öffentlich/privat‘ verbunden ist. Bezahlte Sorgearbeit, die in der ‚öffentlichen‘ Sphäre von Erwerbsarbeit, Arbeitsmarkt und Wirtschaft stattfindet, ist deshalb in spezifischer Weise gesellschaftlich konstruiert, ökonomisch marginalisiert und rechtlich stereotypisiert. Besonders deutlich wird dies bei der Erwerbsarbeit in Privathaushalten. Um diese Dynamiken herauszuarbeiten, werden im Folgenden zunächst die vergeschlechtlichten strukturellen Rahmenbedingungen auf den Arbeitsmärkten der Care-Ökonomie skizziert, bevor analysiert wird, wie sich die vergeschlechtlichte Konstruktion von Care und stereotype Annahmen über Sorgearbeit im Arbeitsrecht widerspiegeln.

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Care als Erwerbsarbeit – arbeitsrechtliche Aspekte

  • Eva Kocher

摘要

Der Begriff ‚Care‘ verweist auf eine gesellschaftliche Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, die eng mit der Konstruktion einer Trennung ‚öffentlich/privat‘ verbunden ist. Bezahlte Sorgearbeit, die in der ‚öffentlichen‘ Sphäre von Erwerbsarbeit, Arbeitsmarkt und Wirtschaft stattfindet, ist deshalb in spezifischer Weise gesellschaftlich konstruiert, ökonomisch marginalisiert und rechtlich stereotypisiert. Besonders deutlich wird dies bei der Erwerbsarbeit in Privathaushalten. Um diese Dynamiken herauszuarbeiten, werden im Folgenden zunächst die vergeschlechtlichten strukturellen Rahmenbedingungen auf den Arbeitsmärkten der Care-Ökonomie skizziert, bevor analysiert wird, wie sich die vergeschlechtlichte Konstruktion von Care und stereotype Annahmen über Sorgearbeit im Arbeitsrecht widerspiegeln.