Nicht alles, was als ‚Pazifismus‘ bezeichnet wird, wird zurecht so bezeichnet: In der deutschsprachigen Philosophie wurden in den letzten Jahrzehnten vermeintliche Spielarten des Pazifismus entwickelt, die sich bei genauerem Hinsehen als Varianten der Lehre vom gerechten Krieg entpuppen. Diese vermeintlichen Spielarten sind bedenkenswert und wichtige Beiträge im philosophischen Diskurs über Krieg und Frieden, sollten aber anders bezeichnet werden. Untersucht werden der „menschenrechtliche Pazifismus“ von Arnd Pollmann, der „aufgeklärte Pazifismus“ von Wilfried Hinsch und der „pragmatische Pazifismus“ von Olaf Müller.

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Über vermeintliche Spielarten des Pazifismus

  • Alexander Staudacher,
  • Christoph Sebastian Widdau

摘要

Nicht alles, was als ‚Pazifismus‘ bezeichnet wird, wird zurecht so bezeichnet: In der deutschsprachigen Philosophie wurden in den letzten Jahrzehnten vermeintliche Spielarten des Pazifismus entwickelt, die sich bei genauerem Hinsehen als Varianten der Lehre vom gerechten Krieg entpuppen. Diese vermeintlichen Spielarten sind bedenkenswert und wichtige Beiträge im philosophischen Diskurs über Krieg und Frieden, sollten aber anders bezeichnet werden. Untersucht werden der „menschenrechtliche Pazifismus“ von Arnd Pollmann, der „aufgeklärte Pazifismus“ von Wilfried Hinsch und der „pragmatische Pazifismus“ von Olaf Müller.