In der Vergangenheit war der Bildungsweg eines Menschen oft linear und vorhersehbar: Auf die Schule folgte eine Ausbildung oder ein Studium, das den Einzelnen mit dem notwendigen Wissen und den Fähigkeiten für einen bestimmten Beruf ausstattete, den er dann oft bis zum Rentenalter ausübte. Dieses Modell der einmaligen Qualifizierung zu Beginn des Berufslebens ist in der heutigen, von rasantem technologischem Wandel und globaler Vernetzung geprägten Welt obsolet geworden. Die Halbwertszeit von Wissen, insbesondere von technologischem Wissen, hat sich dramatisch verkürzt. Fähigkeiten, die heute auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, können in wenigen Jahren veraltet sein, während ständig neue Berufsfelder und Anforderungsprofile entstehen, die vor einem Jahrzehnt noch undenkbar waren. In diesem dynamischen Umfeld wird lebenslanges Lernen – also der kontinuierliche, freiwillige und selbstgesteuerte Erwerb von Wissen und Kompetenzen über die gesamte Lebensspanne hinweg – von einer persönlichen Tugend zu einer existenziellen Notwendigkeit für jeden Einzelnen und zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und ganze Volkswirtschaften [1, 3, 4].

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Die Zukunft der Bildung

  • Ulrich Karrenberg

摘要

In der Vergangenheit war der Bildungsweg eines Menschen oft linear und vorhersehbar: Auf die Schule folgte eine Ausbildung oder ein Studium, das den Einzelnen mit dem notwendigen Wissen und den Fähigkeiten für einen bestimmten Beruf ausstattete, den er dann oft bis zum Rentenalter ausübte. Dieses Modell der einmaligen Qualifizierung zu Beginn des Berufslebens ist in der heutigen, von rasantem technologischem Wandel und globaler Vernetzung geprägten Welt obsolet geworden. Die Halbwertszeit von Wissen, insbesondere von technologischem Wissen, hat sich dramatisch verkürzt. Fähigkeiten, die heute auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, können in wenigen Jahren veraltet sein, während ständig neue Berufsfelder und Anforderungsprofile entstehen, die vor einem Jahrzehnt noch undenkbar waren. In diesem dynamischen Umfeld wird lebenslanges Lernen – also der kontinuierliche, freiwillige und selbstgesteuerte Erwerb von Wissen und Kompetenzen über die gesamte Lebensspanne hinweg – von einer persönlichen Tugend zu einer existenziellen Notwendigkeit für jeden Einzelnen und zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und ganze Volkswirtschaften [1, 3, 4].