Plessners als Gegenstück zu den deutlich stärker rezipierten Stufen gedachte Ästhesiologie des Geistes ist nicht nur eine bemerkenswerte frühe Kulturphilosophie, sondern zugleich der Ort seiner ersten Auseinandersetzung mit dem menschlichen Sprachvermögen. Hier ordnet Plessner die Sprache der konkordierenden Zweiheit aus präzisierender Anschauung und syntagmatischer Auffassung zu, womit ihr eine Zwischenstellung zwischen Wissenschaft und Kunst zukommt. Damit entspricht ihr als einziger menschlicher Auffassungsweise kein direkter Sinneskreis. Dennoch hat die Sprache neben ihrer sozialen Funktion ein körperleibliches Fundament, das dazu anregt, die Bedeutung von Sprache und Schrift in Plessners leibhermeneutischer Anthropologie zu reevaluieren.

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Sprache als Syntagma

  • Heike Behnke

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Plessners als Gegenstück zu den deutlich stärker rezipierten Stufen gedachte Ästhesiologie des Geistes ist nicht nur eine bemerkenswerte frühe Kulturphilosophie, sondern zugleich der Ort seiner ersten Auseinandersetzung mit dem menschlichen Sprachvermögen. Hier ordnet Plessner die Sprache der konkordierenden Zweiheit aus präzisierender Anschauung und syntagmatischer Auffassung zu, womit ihr eine Zwischenstellung zwischen Wissenschaft und Kunst zukommt. Damit entspricht ihr als einziger menschlicher Auffassungsweise kein direkter Sinneskreis. Dennoch hat die Sprache neben ihrer sozialen Funktion ein körperleibliches Fundament, das dazu anregt, die Bedeutung von Sprache und Schrift in Plessners leibhermeneutischer Anthropologie zu reevaluieren.