Nach LUCA: Wie ging es weiter?
摘要
Es ist leicht vorstellbar, wie die ständigen Geysireruptionen kontinuierlich organische Moleküle und später Protozellen an die Erdoberfläche transportierten. Im Umfeld der Austrittsstellen müssen sich „(Bio-)Filme“ aus noch nicht belebten organischen Materialien und später mit ersten lebenden Zellen gebildet haben, die unter den neuen Umweltbedingungen kaum Überlebenschancen hatten. UV-Strahlung, Sonnenwind, niedrigere Temperaturen und höhere pH-Werte erforderten eine Anpassung, die sicher einen längeren Zeitraum benötigte. Darüber hinaus war die Energiezufuhr schwierig. Eine Aufnahme organischer Moleküle aus den vorhandenen Biofilmen war vermutlich erst nach langen Entwicklungsschritten möglich. In der Tiefe der Kruste wurden andere Energieressourcen für die Entwicklung genutzt. Früher oder später können aber klimatische oder regionale Bedingungen dafür gesorgt haben, dass ein Überleben der ersten Zellen auf der Erdoberfläche möglich wurde, sodass sie über Fließgewässer in die Ozeane gelangen konnten. Hierzu stellt sich die Frage, wann der RNA-Speicher von der DNA als Hauptinformationsspeicher abgelöst wurde. Ein Argument wäre die höhere Stabilität der DNA in neutralen bis leicht alkalischen Umgebungen, wie sie an der Erdoberfläche zu finden sind. Inwieweit hiervon eine Rückkopplung auf die Zellchemie wirkt, ist nicht klar. Neben der stabilitätsbegründeten Anpassung muss aber auch ein erweitertes molekulares System gefordert werden, das die Möglichkeiten bereitstellte, ein Doppelstrangsystem zu öffnen, zu kopieren und wieder zu verschließen.