Das Kapitel führt in das Weinen als kulturelle Praxis ein. Es erkundet Tränen als kräftige Signale, als „Ausrufezeichen“ des Unbewussten, und zeigt, wie komplex es dennoch für Mitmenschen ist, die Gesten von Weinenden zu interpretieren. Auch wird die Geschichte der Tränen und ihrer Disziplinierung skizziert. In der Gegenwart dagegen scheint es akzeptabel, öffentlich zu weinen; tatsächlich besteht sogar ein gewisser kultureller Druck, Emotionen auszudrücken. Ein Blick auf das System Sport zeigt allerdings, dass für Athletinnen und Athleten noch immer Beschränkungen bestehen, Traurigkeit und Verletzlichkeit zu zeigen. Sportler befinden sich in einer Art Übergangszone zwischen unterdrücktem und willkommenem Weinen.

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Einführung in das Weinen

  • Christoph Ribbat

摘要

Das Kapitel führt in das Weinen als kulturelle Praxis ein. Es erkundet Tränen als kräftige Signale, als „Ausrufezeichen“ des Unbewussten, und zeigt, wie komplex es dennoch für Mitmenschen ist, die Gesten von Weinenden zu interpretieren. Auch wird die Geschichte der Tränen und ihrer Disziplinierung skizziert. In der Gegenwart dagegen scheint es akzeptabel, öffentlich zu weinen; tatsächlich besteht sogar ein gewisser kultureller Druck, Emotionen auszudrücken. Ein Blick auf das System Sport zeigt allerdings, dass für Athletinnen und Athleten noch immer Beschränkungen bestehen, Traurigkeit und Verletzlichkeit zu zeigen. Sportler befinden sich in einer Art Übergangszone zwischen unterdrücktem und willkommenem Weinen.